Lastspitzenkappung durch Batteriespeicher: Wirtschaftliche Effizienz für Gewerbe und Industrie
Die Energiekosten steigen – und mit ihnen der Druck auf Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen, effizienter mit Strom umzugehen. Eine oft unterschätzte Möglichkeit zur Senkung der Stromkosten bietet die Lastspitzenkappung mittels Batteriespeicher. Insbesondere für produzierende Unternehmen, deren Stromverbrauch starken Schwankungen unterliegt, kann diese Technologie erhebliche finanzielle Vorteile mit sich bringen.
Was bedeutet Lastspitzenkappung?
Lastspitzen (auch „Peak Loads“) entstehen, wenn kurzfristig besonders viel elektrische Energie benötigt wird – etwa durch das gleichzeitige Einschalten mehrerer Maschinen oder Produktionsanlagen. Diese Verbrauchsspitzen verursachen hohe Leistungspreise in der Stromrechnung, denn der Netzbetreiber berechnet die Netzentgelte (insbesondere das sogenannte Leistungspreis-Band) nach dem höchsten gemessenen 15-Minuten-Mittelwert im Abrechnungszeitraum.
Je höher die einmalige Lastspitze, desto teurer wird es – unabhängig davon, ob der hohe Verbrauch dauerhaft vorliegt oder nur sporadisch auftritt.
Die Lösung: Batteriespeicher für die Lastspitzenkappung
Hier setzt die Technologie der Batteriespeicher an. Diese werden intelligent in das Energiemanagement eines Unternehmens eingebunden und laden sich in verbrauchsschwachen Zeiten mit günstiger Energie auf. Sobald eine Lastspitze droht, entladen sie sich automatisch und stellen kurzfristig die benötigte Zusatzleistung bereit – ohne dass Strom aus dem Netz bezogen werden muss.
Damit wird die eigentliche Netzlast geglättet. Der Energieverbrauch bleibt konstant, aber die Spitze, die der Netzbetreiber misst, wird künstlich reduziert. Dieses Verfahren nennt man Peak Shaving oder auf Deutsch: Lastspitzenkappung.
Konkreter Nutzen: So viel kann ein Unternehmen sparen
Je nach Verbrauchsprofil können durch gezielte Lastspitzenkappung zwischen 20 % und 50 % der Leistungspreise eingespart werden. Bei einem mittelständischen Produktionsbetrieb mit einem Jahresstromverbrauch von 500.000 kWh und gelegentlichen Leistungsspitzen von über 150 kW können das mehrere Tausend Euro pro Jahr sein – ohne Produktionsprozesse zu verändern oder Energie zu rationieren.
Ein Beispiel aus der Praxis:
- Betrieb mit 500.000 kWh Jahresverbrauch
- Monatliche Lastspitze: 160 kW
- Reduktion der Spitzen um 30 kW durch Batteriespeicher
- Einsparung bei Leistungspreis: ca. 3.000–5.000 € jährlich
Darüber hinaus kann der Speicher auch zur Eigenverbrauchsoptimierung genutzt werden, wenn beispielsweise eine Photovoltaikanlage vorhanden ist. So steigert sich der wirtschaftliche Nutzen nochmals.
Für wen lohnt sich das besonders?
Die Investition in einen Batteriespeicher zur Lastspitzenkappung lohnt sich besonders für:
- Produktionsbetriebe mit nicht-linearem Stromverbrauch
- Gewerbetreibende mit starker Maschinenlast
- Kälte- und Klimatechnikbetriebe mit temporären Spitzenlasten
- Logistikzentren mit Ladeinfrastruktur (z. B. E-Flotten)
Auch Krankenhäuser und Rechenzentren, bei denen Versorgungssicherheit und Redundanz wichtig sind, profitieren von dieser Technik – nicht nur finanziell, sondern auch betrieblich.
Wirtschaftlichkeit und Förderung
Die Preise für Batteriespeicher sind in den letzten Jahren deutlich gefallen, während sich deren Leistungsfähigkeit stetig verbessert hat. Hinzu kommen staatliche Förderungen und mögliche steuerliche Vorteile im Rahmen der Energiewende. Auch Leasingmodelle und Contracting-Ansätze machen die Technologie zunehmend attraktiv – ohne große Anfangsinvestitionen.
Fazit: Lastspitzenkappung ist kein Luxus, sondern Pflicht zur Kostenkontrolle
In Zeiten steigender Energiepreise und verschärfter CO₂-Vorgaben ist Lastspitzenkappung mit Batteriespeichern eine der effizientesten Maßnahmen zur Kostensenkung und Netzstabilisierung. Unternehmen, die frühzeitig investieren, sichern sich nicht nur einen wirtschaftlichen Vorteil, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Energiewende.
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FAQ: Häufige Fragen zur Lastspitzenkappung mit Batteriespeicher
Wie schnell amortisiert sich ein Batteriespeicher zur Lastspitzenkappung?
Je nach Nutzung und Spitzenlast kann sich die Investition bereits innerhalb von 3 bis 5 Jahren amortisieren.
Was passiert, wenn mehrere Lastspitzen hintereinander auftreten?
Moderne Speicherlösungen sind für solche Szenarien ausgelegt. Sie reagieren sekundenschnell und können über mehrere Zyklen hinweg Pufferspitzen abfangen.
Kann ein Batteriespeicher auch bei bestehender PV-Anlage integriert werden?
Ja, das ist sogar ideal. Überschüssiger Solarstrom kann zur Speicherladung genutzt und damit doppelt wirtschaftlich verwertet werden.
Ist eine Förderung für solche Systeme möglich?
Ja – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gibt es Förderprogramme für gewerbliche Speicherlösungen, besonders im Kontext von Lastmanagement und CO₂-Reduktion.





