Sigenergy Microwechselrichter: Wenn ein einzelnes Modul den String startet

Manche Dächer machen es Installateuren schwer. Eine Gaube, auf die nur zwei Module pro Fläche passen, ist genau so ein Fall – und genau hier zeigt der Sigenergy Microwechselrichter, wozu diese Bauform gut ist. Bei einer aktuellen Installation reichte die Modulzahl auf der Gaubenfläche nicht aus, um die Startspannung eines klassischen Strings zu erreichen. Statt die Fläche ungenutzt zu lassen, kam der Mikrowechselrichter zum Einsatz. Das Ergebnis: Auch zwei Module liefern Ertrag, der sonst verloren gegangen wäre.

Warum der Energy Controller hier an seine Grenze stieß

Ein Hybridsystem wie der SigenStor mit seinem Energy Controller arbeitet mit einem String aus mehreren in Reihe geschalteten Modulen. Damit der MPP-Tracker überhaupt anläuft, muss dieser String eine Mindestspannung erreichen. Auf der Hauptdachfläche ist das kein Problem. Auf der Gaube schon: Zwei Module in Reihe kommen schlicht nicht auf die nötige Startspannung.

An dieser Stelle liegt der eigentliche Vorteil des Mikrowechselrichters. Er wandelt den Strom direkt am Modul um und braucht keinen langen String. Ein einziges Modul genügt, um Ertrag zu erzeugen. Was beim Stringkonzept eine tote Fläche gewesen wäre, wird so zur nutzbaren Ertragsquelle.

Sigenergy Microwechselrichter: die technischen Besonderheiten

Zwei Punkte hebt der Hersteller besonders hervor.

Erstens die Kommunikation. Der Sigenergy Microwechselrichter setzt nach Herstellerangaben auf eine WLAN-Mesh-Anbindung – laut Sigenergy ein Novum in dieser Geräteklasse. Die Installation folgt dadurch einem Plug-and-play-Prinzip: Das Gerät wird mit dem heimischen WLAN-Router verbunden, eine zusätzliche Datenverkabelung entfällt.

Zweitens die Kombinierbarkeit. Nach Angaben des Herstellers lässt sich der Mikrowechselrichter gemeinsam mit einem regulären Hybridwechselrichter und einem Batteriespeicher betreiben. Damit fließt auch der über die Mikrowechselrichter erzeugte Strom in denselben Speicher – ein Punkt, der bei vielen Mikrowechselrichter-Lösungen bislang nicht selbstverständlich war. // Du beabsichtigst Dir einen Sigenergy Wechselrichter zu installieren? Dann lass Dir gern ein unverbindliches Angebot erstellen! 



Praxisrelevanz: Ertrag aus schwierigen Dachflächen

Für Hausbesitzer ist vor allem die zweite Eigenschaft interessant. Viele Dächer sind kein gleichmäßiges Rechteck. Gauben, Anbauten, unterschiedliche Ausrichtungen und Teilverschattungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Bei einem reinen Stringkonzept zwingt das oft zu Kompromissen: Zu kleine oder schwächer besonnte Flächen bleiben außen vor.

Die Kombination aus Hybridwechselrichter für die Hauptfläche und Mikrowechselrichtern für die Problemzonen löst das auf der Komponentenebene. Jede Fläche arbeitet für sich. Eine verschattete Gaube zieht den Ertrag der gut besonnten Hauptfläche nicht mehr nach unten, weil beide getrennt geregelt werden. Gerade bei kleinen und ungünstig geschnittenen Dächern holt dieses Konzept Erträge, die sonst auf der Fläche liegen geblieben wären.

Der Kunde im beschriebenen Projekt kannte diese Kombinationsmöglichkeit vorher nicht – ein Hinweis darauf, dass die Lösung in der Breite noch wenig bekannt ist.

Einordnung und Ausblick

Mikrowechselrichter waren lange ein Nischenprodukt für Spezialfälle. Dass ein Hersteller wie Sigenergy sie nun ausdrücklich mit Hybridwechselrichter und Speicher zusammendenkt, deutet auf eine breitere Entwicklung hin: Anlagen werden modularer, und die Planung richtet sich stärker nach der tatsächlichen Dachgeometrie als nach dem, was ein einzelner Zentralwechselrichter vorgibt.

Für die Praxis heißt das: Wer ein verwinkeltes Dach hat, muss kleine oder verschattete Flächen nicht länger abschreiben. Entscheidend ist eine Planung, die String- und Modulebene sinnvoll kombiniert – statt sich von vornherein auf eine Bauform festzulegen.

Fazit

Der Sigenergy Microwechselrichter ist kein Ersatz für den klassischen String, sondern dessen Ergänzung. Sein Wert zeigt sich genau dort, wo ein Stringkonzept an Grenzen stößt: bei zu kleinen Flächen, ungünstigen Ausrichtungen und Teilverschattung. In Verbindung mit einem SigenStor und einem Speicher entsteht ein System, das sich der Dachform anpasst – nicht umgekehrt.

Sie haben eine Gaube oder ein verwinkeltes Dach, auf dem bislang keine Anlage möglich schien? Sprechen Sie mit den Fachleuten von Evergreen Energiesysteme über eine passende Sonderlösung.

 

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