Vattenfall Energiebarometer 2026: Fossile Energien verlieren Rückhalt – Mehrheit fordert Kurswechsel

Das neue Vattenfall Energiebarometer bringt es auf den Punkt: Die fossile Energieära hat in den Augen der Mehrheit der Deutschen keine Zukunft. Zwei Drittel der Bevölkerung – genau 65 Prozent – halten ein auf Erdöl, Kohle und LNG basierendes Energiesystem langfristig für nicht wettbewerbsfähig. Diese Einschätzung ist nicht nur ein klares Stimmungsbild, sondern auch ein deutliches Signal an Politik und Wirtschaft: Wer am fossilen Status quo festhält, riskiert den Anschluss.

Fossile Energieträger: teuer, importabhängig und nicht zukunftsfähig

Robert Zurawski, Deutschlandchef von Vattenfall, bringt es auf den Punkt: „Nur ein dekarbonisiertes Deutschland und Europa wird langfristig wettbewerbsfähig sein – und zudem auch unabhängiger und resilienter.“ Die Zahlen geben ihm recht. Laut der KfW flossen seit 2008 durchschnittlich rund 81 Milliarden Euro jährlich ins Ausland – für den Import fossiler Brennstoffe. Geld, das in heimische erneuerbare Energien, moderne Stromnetze und leistungsfähige Speicher weit besser investiert wäre.

Statt einmalig Energie teuer einzukaufen, könne man so dauerhafte Verfügbarkeit, Unabhängigkeit und stabile Preise sichern – ein echter Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Argumente liegen also auf der Hand, doch wie sieht es mit dem politischen Rückhalt und der konkreten Umsetzung aus?

Breite Zustimmung für Klimaneutralität – aber der Weg ist steinig

78 Prozent der Befragten bewerten das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 als wichtig oder sehr wichtig. Dieses klare Bekenntnis zur Energiewende steht jedoch im Kontrast zu den Herausforderungen, die die Bürgerinnen und Bürger sehen:

  • Hohe Kosten für Industrie und Verbraucher (59 %)
  • Überbordende Bürokratie und Regulierung (58 %)
  • Unklare politische Vorgaben (49 %)
  • Lange Genehmigungsverfahren (46 %)
  • Langsamer Netzausbau (42 %)
  • Lokaler Widerstand gegen Projekte (35 %)

Die Liste liest sich wie eine To-do-Liste für die Politik – und sie zeigt, dass der Ausbau der Erneuerbaren weit mehr braucht als gute Absichten. Planungssicherheit und Investitionsfreiräume sind das Gebot der Stunde, so auch Vattenfall: Unternehmen wollen investieren, brauchen dafür aber stabile Rahmenbedingungen.

Mehrheit für Förderung von grünem Strom und niedrigere Stromsteuer

Die Akzeptanz für staatliche Unterstützung der Energiewende ist weiterhin hoch: 80 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Förderung von grünem Strom aus – ein starkes Votum für den weiteren Ausbau von Solarparks, Windkraftanlagen und Co. Dabei zeigt sich: Unternehmen wie Vattenfall realisieren viele Projekte bereits ohne direkte Fördermittel, setzen aber auf verlässliche Investitionsrahmen, um den anvisierten 80-Prozent-Anteil Erneuerbarer im Strommix bis 2030 zu erreichen.

Ein weiteres zentrales Thema: die Stromsteuer. Ganze 70 Prozent der Befragten fordern eine Senkung auf das EU-Mindestmaß für alle Haushalte. Denn bislang profitieren davon vor allem Industrie und Landwirtschaft. Eine gerechtere Gestaltung könnte laut Vattenfall insbesondere Elektromobilität und Wärmepumpen einen dringend nötigen Schub verleihen.

Fazit: Die Energiewende braucht Tempo, Mut – und politischen Willen

Das Energiebarometer 2026 zeigt unmissverständlich: Die Mehrheit der Bevölkerung hat erkannt, dass ein fossiles Energiesystem ökonomisch und ökologisch nicht mehr tragfähig ist. Statt Milliarden für Importe auszugeben, wünscht man sich Investitionen in eine zukunftssichere Energieinfrastruktur.

Was jetzt zählt, ist die konsequente Umsetzung – mit weniger Bürokratie, klareren politischen Leitlinien und einem realistischen Blick auf das Machbare. Nur so lässt sich das Potenzial der Energiewende heben – für ein wettbewerbsfähiges, unabhängiges und klimaneutrales Deutschland.

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

Klaus-Martin Meyer, Onlinemarketing Magier, Bad Iburg

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