Photovoltaik in Niedersachsen: Wirtschaftsmotor und Klimaschutz zugleich

Die Energiewende in Niedersachsen nimmt Fahrt auf – und mit ihr die wirtschaftlichen Chancen für Regionen wie Hannover. Eine aktuelle Studie zeigt, wie der gezielte Ausbau von Photovoltaik (PV) und anderen Erneuerbaren Energien zum Konjunkturtreiber wird.

Die Energiewende ist längst kein reines Klimaschutzprojekt mehr – sie ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor, insbesondere für Niedersachsen. Eine neue Wertschöpfungsstudie des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW Econ im Auftrag der Region Hannover belegt eindrucksvoll: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien – allen voran der Photovoltaik – bringt Milliardeninvestitionen, sichert tausende Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft.

Regionale Wertschöpfung durch Photovoltaik und Co.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein in der Region Hannover könnten bis 2035 rund 24,9 Milliarden Euro in Maßnahmen der Energiewende investiert werden – insbesondere in den Bau von Photovoltaik-Anlagen, Windkraftwerken, die Modernisierung von Stromnetzen und Batteriespeichern. Daraus resultiert eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 9,5 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 1,6 % der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung der Region.

Ein zentrales Ergebnis: Fast 60 % der Investitionen bleiben in der Region – ein immenser Schub für lokale Handwerksbetriebe, Installateure, Energieunternehmen und Zulieferer. Besonders im Gebäudesektor ist die Nachfrage nach PV-Anlagen hoch, da energetische Sanierungen zunehmend mit Solartechnologien kombiniert werden.

Arbeitsplätze durch Solarenergie

Im Schnitt werden jährlich 4.100 neue Arbeitsplätze durch die Energiewende geschaffen oder gesichert. Ein Großteil entfällt dabei auf den Bau- und Gebäudesektor – ein Bereich, der traditionell stark lokal geprägt ist. Hier zeigt sich, wie Photovoltaik in Niedersachsen nicht nur Strom, sondern auch stabile Einkommen und Perspektiven liefert. Die Region Hannover könnte damit zum Vorbild für andere Bundesländer werden.

Kommunen profitieren direkt

Auch die kommunale Ebene gewinnt: Rund 470 Millionen Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen erwartet die Studie bis 2035 – ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung von Schulen, Infrastruktur und sozialen Projekten. Möglich wird das durch den regionalen Ansatz: Lokale Unternehmen bauen und betreiben PV-Anlagen, Bürgerinnen und Bürger investieren direkt über Energiegenossenschaften.

Ein solches Modell ist auch in der Region Hannover geplant: Eine neue, kommunale Energiegenossenschaft soll ab 2026 ans Netz gehen. Ziel ist es, die Menschen aktiv in die Energiewende einzubinden, etwa durch Beteiligung an der Stromproduktion über eigene Photovoltaik-Dachanlagen oder Solarparks.

Photovoltaik als strategischer Standortvorteil

„Wenn wir die Energiewende energisch vorantreiben, verschaffen wir uns einen entscheidenden Standortvorteil“, betont Jens Palandt, Klimadezernent der Region Hannover. Photovoltaik spielt dabei eine Schlüsselrolle, denn die Technologie ist flexibel einsetzbar, vergleichsweise kostengünstig und lokal erzeugbar. Zudem reduziert sie die Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten – ein wichtiger Sicherheitsaspekt in unsicheren Zeiten.

Zugleich fördert der Ausbau von Solartechnologien Innovationen: Start-ups und etablierte Unternehmen arbeiten gemeinsam an neuen Speicherlösungen, Digitalisierungslösungen und Sektorkopplung. Hochschulen in Niedersachsen kooperieren zunehmend mit der Wirtschaft – ein Innovations-Ökosystem entsteht.

Niedersachsen als Vorreiter der Energiewende

Christian Meyer, Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister, sieht in den Studienergebnissen eine klare Bestätigung des eingeschlagenen Kurses: „Die Energiewende ist nicht nur ein ökologisches Muss, sondern auch ein wirtschaftlicher Gewinn. Niedersachsen zeigt, wie man erfolgreich Klimaschutz mit Wertschöpfung kombiniert.“

Doch der Minister warnt auch: Förderkürzungen auf Bundesebene – etwa bei Solarförderung oder Gebäudesanierung – gefährden das Vertrauen von Investoren und Bürgern. Statt eines Rückschritts braucht es nun klare Rahmenbedingungen und verlässliche Anreize für den PV-Ausbau in Niedersachsen.

Fazit: Solare Zukunft für Niedersachsen

Die DIW-Econ-Studie unterstreicht, dass Photovoltaik ein zentraler Hebel für die Zukunft der Region Hannover – und ganz Niedersachsens – ist. Mit gezielten Investitionen, regionaler Wertschöpfung und starker Bürgerbeteiligung kann die Energiewende nicht nur gelingen, sondern auch nachhaltig Wohlstand sichern.

👉 Mehr zur Studie und den vollständigen Ergebnissen:
www.hannover.de/klimaschutz

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

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