FENECON Speicher: Wie ein 48-MWh-Großspeicher aus überschüssigen E-Auto-Batterien entsteht

In einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern entsteht gerade ein ungewöhnliches Energieprojekt: Ein bayerisches Unternehmen namens FENECON baut dort einen der größten Batteriespeicher Deutschlands – aus Akkus, die eigentlich für Elektroautos gedacht waren, die nie gebaut wurden.

Was ist ein FENECON Speicher – und wozu braucht man ihn?

Strom lässt sich nicht so einfach lagern wie Benzin. Das ist eines der größten Probleme der Energiewende: Wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, wird oft mehr Strom erzeugt, als gerade gebraucht wird. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen zu wenig Strom im Netz ist.

Ein Batteriespeicher löst genau dieses Problem. Er nimmt überschüssigen Strom auf, wenn er billig und reichlich vorhanden ist – und gibt ihn wieder ab, wenn er knapp und teuer wird. Das stabilisiert das Stromnetz und spart Geld.

Einfach erklärt: Stellen Sie sich einen riesigen Akku vor – so groß wie mehrere Schiffscontainer. Dieser Akku lädt sich nachts oder bei viel Wind auf, und gibt den Strom tagsüber oder bei Flaute wieder ins Netz ab. Genau das macht der FENECON Speicher in Grevesmühlen.

Das Projekt in Zahlen

  • Speicherkapazität: 48,8 MWh – reicht für ca. 16.000 Haushalte für einen Tag
  • Ladeleistung: 17,3 MW – entspricht etwa 17.000 Haushaltsanschlüssen
  • Inbetriebnahme: Mitte 2026 – Standort: Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern

Die clevere Idee hinter dem FENECON Speicher: E-Auto-Batterien retten statt entsorgen

Was dieses Projekt besonders macht, ist die Art der verwendeten Batterien. Normalerweise setzen solche Großspeicher auf sogenannte LFP-Zellen – eine günstige, aber eher durchschnittliche Technik. FENECON geht einen anderen Weg.

Das Unternehmen kauft Hochleistungs-Akkus auf, die ursprünglich für Elektroautos namhafter europäischer Hersteller produziert wurden – Modelle, die am Ende doch nie in Produktion gingen. Diese Batterien hätten eigentlich entsorgt oder eingelagert werden müssen. FENECON baut sie stattdessen in seine Energiespeicher ein.

Was bringt das? Diese Premiumbatterien aus der Autobranche sind hochwertiger als Standard-Speicherzellen. Das bedeutet: Der Speicher lädt und entlädt effizienter, hält länger und ist zuverlässiger. Gleichzeitig werden die Batterien vor der Mülltonne bewahrt – ein echter Nachhaltigkeitsgewinn.

„Allein der Neubatterie-Überschuss ist bereits größer als der gesamte deutsche Großspeichermarkt mit seinen unter 2 GWh im letzten Jahr. Wir bewahren die Batterien vor einer unnötigen vorzeitigen Verschrottung.“— Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer FENECON

Wer zahlt das – und warum lohnt sich das?

Das Projekt wurde vom Investmentfonds KGAL ESPF 5 gekauft. KGAL ist ein Münchner Finanzunternehmen, das Geld in erneuerbare Energien anlegt und dabei über 16 Milliarden Euro verwaltet. Für KGAL ist der Kauf ein klassisches Rendite-Investment: Der FENECON Speicher verdient Geld, indem er günstig Strom einkauft und teuer verkauft.

Wie verdient ein Batteriespeicher Geld? An der Strombörse schwanken die Preise täglich stark – manchmal stündlich. Ein Batteriespeicher kauft Strom zu Tiefpreisen (z. B. nachts bei viel Windstrom) und verkauft ihn zu Hochpreisen (z. B. morgens, wenn alle gleichzeitig kochen). Diese Preisdifferenz ist der Gewinn.

„Wir haben gezielt in ein Projekt investiert, das kurzfristig in Betrieb geht, weil dies eine deutlich verlässlichere Planung der Erlöse ermöglicht.“— Hauke Sievers, Transaktionsmanager bei KGAL

Alles aus einer Hand – und alles aus Deutschland

FENECON ist bei diesem Projekt nicht nur der Hersteller der Technik. Das Unternehmen aus dem niederbayerischen Iggensbach hat den Speicher geplant, gebaut und übernimmt nach der Inbetriebnahme auch den laufenden Betrieb und die Wartung. So ein Rundum-Paket aus einer Hand ist in der Branche nicht selbstverständlich – und macht die Zusammenarbeit für Investoren wie KGAL deutlich einfacher.

Für KGAL war außerdem wichtig: Das gesamte Projekt ist „Made in Germany“. Kurze Wege, klare Ansprechpartner, verlässliche Qualitätsstandards.


FENECON mit Sitz in Iggensbach (Niederbayern) ist ein deutscher Spezialist für Stromspeicherlösungen für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie. Die Pressemitteilung zu diesem Projekt wurde am 20. April 2026 veröffentlicht.

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

Klaus-Martin Meyer, Onlinemarketing Magier, Bad Iburg

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