Der Loxone Campus in Kollerschlag ist weit mehr als Unternehmenszentrale oder Hotelanlage. Für das Team von Evergreen Energiesysteme war der Besuch vor allem eines: ein praxisnahes Erlebnis dafür, wie moderne Gebäudeautomation Energieeffizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit intelligent verbindet. Wer verstehen will, wie sich Energiekonzepte in Gewerbeimmobilien, Hotels oder Bürogebäuden strategisch optimieren lassen, findet hier ein real gebautes Gesamtsystem – keine Theorie, sondern gelebte Praxis.
Sechs Bereiche – ein integriertes Energiekonzept
Der Campus vereint sechs funktional getrennte Bereiche:
- Schulungszentrum
- Hotel
- Wellness & Pool
- Restaurant „Glorious Bastards“
- Büroflächen
- Logistik
Die Besonderheit: Jeder Bereich funktioniert eigenständig – energetisch jedoch greifen alle Systeme ineinander. Genau hier wird das Prinzip ganzheitlicher Gebäudeautomation sichtbar. Ein Hotelgast bemerkt nichts von Logistik oder Büroalltag. Gleichzeitig sorgt die zentrale Steuerungslogik dafür, dass Energieflüsse effizient verteilt werden.
Für Investoren und Betreiber ist das ein entscheidender Punkt: Autarke Nutzungseinheiten, kombiniert mit zentral optimierter Energietechnik, senken Betriebskosten nachhaltig.
Wellness & Poolbereich: Energie sparen durch Automation
Ein Schwimmbad gehört zu den energieintensivsten Gebäudeteilen. Wärmeverluste entstehen vor allem über die Wasseroberfläche. Klassisch wird eine Poolabdeckung manuell gesteuert – oft mit Verzögerung oder gar nicht.
Am Loxone Campus läuft dieser Prozess automatisiert:
- Präsenz wird erfasst
- Wird keine Nutzung erkannt, erhält das System eine Information
- Die Poolabdeckung schließt automatisch
- Energieverluste werden minimiert
Zusätzlich wird Abwärme aus der Restaurantküche genutzt, um das Heizsystem zu unterstützen. Die beim Kochen entstehende Wärme wird nicht ungenutzt abgeführt, sondern in den Energiekreislauf eingespeist.
Dieses Prinzip der Energierückgewinnung zeigt exemplarisch, wie gewerbliche Gebäude von intelligent vernetzten Systemen profitieren können – insbesondere in Kombination mit Wärmepumpen oder hybriden Heizlösungen.
👉 Passend dazu: Eine Integration solcher Konzepte ist besonders sinnvoll in Verbindung mit modernen Wärmepumpensystemen oder ganzheitlichen Energiekonzepten für Gewerbeimmobilien.
Restaurantautomation: Licht und Musik im Tagesverlauf
Im Restaurantbereich wird deutlich, dass Gebäudeautomation nicht nur Energie spart, sondern auch Atmosphäre steuert.
Morgens herrscht helles, aktivierendes Licht. Mittags passt sich die Stimmung an, abends entsteht eine warme Bar-Atmosphäre – inklusive automatisch angepasster Musik.
Der entscheidende Vorteil:
Mitarbeitende müssen nichts manuell umstellen. Zeitprogramme und intelligente Logiken übernehmen die Steuerung.
Für Betreiber bedeutet das:
- gleichbleibende Qualität
- reduzierte Fehlerquellen
- optimierter Energieeinsatz
- weniger Personalaufwand für Routinetätigkeiten
Gerade im Hospitality-Bereich wird Automation damit zum wirtschaftlichen Faktor.
Smarte Büroflächen: Lichtsteuerung und Energieeinsparung
Im Office-Bereich zeigt sich ein weiteres Detail: Beleuchtung wird nicht einfach ein- oder ausgeschaltet, sondern bedarfsgerecht geregelt.
- Präsenzabhängige Steuerung
- Gedimmtes Orientierungslicht bei Nichtnutzung
- Anpassung der Farbtemperatur nach Arbeitsbedarf
Ein gedimmtes, wärmeres Licht benötigt weniger Energie als dauerhaft aktiviertes, kühles Arbeitslicht. Hochgerechnet auf große Büroflächen ergeben sich hier signifikante Einsparpotenziale.
Für Unternehmen, die ihre Energiekosten senken und gleichzeitig ESG-Kriterien erfüllen möchten, ist diese Form der intelligenten Lichtsteuerung ein strategischer Baustein.
Das smarte Hotelzimmer: Komfort trifft Effizienz
Besonders eindrucksvoll war das automatisierte Hotelzimmer:
- Begrüßungslicht beim Betreten
- Tageslichtabhängige Vorhangsteuerung
- Zentraler „Schlafmodus“
- Automatisiertes Aufwachen mit Licht und Musik
- Multiroom-Audio
- Präsenzgesteuerte Badezimmerbeleuchtung
Entscheidend ist dabei die zugrunde liegende Logik. Es geht nicht um einzelne Geräte, sondern um die Software, die Abläufe intelligent verknüpft. Licht, Beschattung, Heizung, Kühlung und Audio arbeiten als Gesamtsystem.
Gerade bei Neubauten oder Sanierungen eröffnet das enorme Potenziale. Wer beispielsweise Photovoltaik, Wärmepumpe und Smart-Home-Technik kombiniert, kann Energieflüsse gezielt steuern und Eigenverbrauch optimieren.
85 % Software: Warum Gebäudeautomation strategisch gedacht werden muss
Ein zentrales Learning vom Loxone Campus: Gebäudeautomation ist in erster Linie Softwarelogik – nicht Hardware.
Die physische Technik (Miniserver, Extensions, Sensorik) bildet lediglich die Basis. Der eigentliche Mehrwert entsteht durch intelligente Programmierung:
- Wann wird geheizt oder gekühlt?
- Wie reagieren Systeme auf Wetterdaten?
- Wie wird Abwärme genutzt?
- Wie lassen sich Energieflüsse optimieren?
Hier liegt die Zukunft moderner Gebäudetechnik – besonders im Kontext steigender Energiepreise und regulatorischer Anforderungen wie dem Gebäudeenergiegesetz (GEG).
Fazit: Der Loxone Campus als Blaupause für energieoptimierte Gebäude
Der Loxone Campus in Kollerschlag ist kein Showroom im klassischen Sinn, sondern ein funktionierendes Gesamtsystem. Für Unternehmen, Immobilienbesitzer und Investoren liefert er ein klares Signal:
Gebäudeautomation ist kein Luxus – sie ist ein wirtschaftlicher Hebel.
Wer heute baut oder saniert, sollte Energiesysteme ganzheitlich denken:
- Erzeugung (z. B. Photovoltaik)
- Speicherung
- Wärme- und Kälteerzeugung
- Verbrauchsoptimierung durch Automation
Evergreen Energiesysteme begleitet genau diesen integrativen Ansatz – von der Energieplanung bis zur intelligenten Systemvernetzung.
Der Besuch am Loxone Campus hat gezeigt: Die Technik ist da. Entscheidend ist, sie strategisch richtig einzusetzen.





