Die Universität Oldenburg treibt ihre energetische Sanierung mit bemerkenswerter Konsequenz voran. Neue Photovoltaikanlagen, ein hochmodernes Gewächshaus, eine umfassend erneuerte Lüftungstechnik im Sportbereich sowie der Ausbau des digitalen Energiemanagements zeigen: Der Weg zur Klimaneutralität bis 2030 ist klar definiert – und wird Schritt für Schritt umgesetzt.
Photovoltaik-Ausbau: Alle geeigneten Dachflächen genutzt
Ein zentraler Baustein der Klimastrategie ist der konsequente Ausbau der Photovoltaik. Auf dem Campus Wechloy wurden zuletzt mehrere Dachflächen mit neuen Solarmodulen ausgestattet. Die installierte Leistung stieg dadurch um rund 360 Kilowatt auf nunmehr 1.378 Kilowatt Peak – ein Zuwachs von etwa einem Drittel.
Damit sind nach Angaben der Universitätsleitung sämtliche geeigneten Dachflächen aktuell mit Photovoltaikanlagen belegt. Weitere Leistungssteigerungen sind künftig vor allem durch Neubauten oder umfassende Gebäudesanierungen möglich, sofern bislang ungeeignete Dachkonstruktionen ertüchtigt werden.
Der jährliche Solarstromertrag liegt inzwischen bei rund 1,2 Megawattstunden. Dieser Strom wird vollständig vor Ort genutzt – ein wichtiger Faktor für die Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien. Gleichzeitig werden dadurch jährlich rund 660 Tonnen CO₂ eingespart. Finanziert werden die Maßnahmen überwiegend über ein sogenanntes Intracting-Modell, bei dem Einsparungen direkt wieder in neue Energieprojekte investiert werden.
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Energiemanagementsystem: Transparenz schafft Effizienz
Die Grundlage für nachhaltige Energieeinsparungen bildet das bereits 2006 eingeführte Energiemanagementsystem. Es wurde nun deutlich erweitert. Ein engmaschiges Netz aus Zählern und Sensoren erfasst Strom- und Wärmeverbräuche auf beiden Campi in hoher Detailtiefe.
Diese Daten ermöglichen präzise Analysen: Wo entstehen Verbrauchsspitzen? Welche Sanierungsmaßnahme bringt welchen Effekt? Die neuen Messpunkte schaffen Transparenz und machen Einsparpotenziale messbar.
Für den Ausbau des Systems investierte die Universität rund 360.000 Euro, wovon 250.000 Euro durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurden. Ein klares Signal, dass digitale Energieüberwachung und intelligente Steuerungssysteme zentrale Elemente moderner Gebäudetechnik sind.
Modernisierte Lüftungsanlage spart Energie und Kosten
Ein besonders wirkungsvolles Projekt war die Erneuerung der Lüftungsanlage im Sporttrakt. Die Anlage aus dem Jahr 1982 bewegte bislang rund 41.000 Kubikmeter Luft pro Stunde – energetisch betrachtet ein echter Kraftakt.
Durch den Austausch der Schalttechnik sowie eine optimierte Wärmerückgewinnung konnte der Stromverbrauch um acht Prozent und der Wärmeverbrauch sogar um 58 Prozent gesenkt werden. Die jährliche Kosteneinsparung beläuft sich auf knapp 34.000 Euro.
Die Investition von 1,1 Millionen Euro wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative mit rund 150.000 Euro unterstützt. Hier zeigt sich exemplarisch, wie energetische Sanierung nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile schafft.
Neues Gewächshaus: Energieeffizienz trifft Nachhaltigkeit
Auch im Botanischen Garten wurde investiert. Am Standort Küpkersweg ersetzte ein hochmodernes Gewächshaus den bisherigen, energetisch problematischen Altbau.
Auf einer Fläche von 827 Quadratmetern sorgt nun ein intelligentes Klimakonzept für optimale Bedingungen: Ein transparenter „Energieschirm“ reduziert im Winter Wärmeverluste und schützt im Sommer vor Überhitzung. Eine präzise Steuerungstechnik reguliert Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich wird Regenwasser in Zisternen gesammelt und zur Bewässerung genutzt.
Mit einem Investitionsvolumen von 3,8 Millionen Euro setzt die Universität hier vollständig auf Eigenmittel – ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Infrastruktur.
Klimaneutralität 2030: Ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel
Seit 2017 wurden in mehreren Ausbaustufen zahlreiche Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet – von Bibliotheken über Hörsäle bis hin zu Forschungsbauten und Sporteinrichtungen. Mit der nun abgeschlossenen vierten Ausbauphase ist ein Meilenstein erreicht.
Doch die Entwicklung ist nicht abgeschlossen. Energetische Gebäudesanierung, erneuerbare Energien und intelligentes Energiemanagement bleiben die tragenden Säulen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2030.
Die Universität Oldenburg zeigt eindrucksvoll, wie öffentliche Einrichtungen durch systematische Planung, technische Innovation und langfristige Investitionen ihre Energiebilanz nachhaltig verbessern können. Wer ähnliche Projekte realisieren möchte, findet mit professionell geplanten Photovoltaik- und Energiesystemen eine wirtschaftlich und ökologisch überzeugende Lösung für die Zukunft.





