Hybridheizung ohne Pufferspeicher, mit bis zu 85 % weniger fossilem Energieeinsatz – was lange als technisch unmöglich galt, ist mit dem HHS-System (Hybrid Heating System) Realität geworden.
Im Interview erklärt Peter Brecklinghaus, Entwickler des HHS und Innovationspreisträger, wie seine Hybrid-Wärmepumpe bestehende Heizungsanlagen intelligent modernisiert – ohne Komplettsanierung.
Was ist eine Hybridheizung – und warum HHS anders ist
Eine Hybridheizung kombiniert mindestens zwei Wärmeerzeuger – meist eine Wärmepumpe und eine fossile Heizung (Gas oder Öl).
Das HHS-System geht dabei einen entscheidenden Schritt weiter:
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- Nutzung der bestehenden Heizungsanlage
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- Kombination mit einer modulierenden Hybrid-Wärmepumpe
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- Kein Pufferspeicher notwendig
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- Intelligente hydraulische Steuerung statt komplexer Elektronik
Ergebnis: maximale Effizienz bei minimalem Eingriff ins Gebäude
Entstehung des HHS-Systems & Innovationspreis
Peter Brecklinghaus blickt auf über 30 Jahre Praxis im Heizungsbau zurück. Die zentrale Frage war:
Wie lassen sich bestehende Heizungen effizient mit Wärmepumpen kombinieren – ohne massive Umbauten?
Die Antwort: HHS – ein patentiertes System, das:
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- alte Heizkessel hydraulisch intelligent einbindet
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- Wärmepumpen modulierend nutzt (z. B. 1,5–6 kW)
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- Energieverluste durch Pufferspeicher eliminiert
Diese Kombination war ausschlaggebend für den Innovationspreis.
Hybrid-Wärmepumpe ohne Pufferspeicher – warum das funktioniert
Der Verzicht auf den Pufferspeicher ist einer der größten Effizienzhebel des HHS.
Warum das möglich ist:
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- präzise Hydraulik mit definiertem Nullpunkt
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- Nutzung des vorhandenen Kessel- und Systemwasservolumens
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- moderne Inverter-Wärmepumpen, die ihre Leistung exakt anpassen
Ergebnis:
weniger Verluste
schnelleres Reagieren
höhere Jahresarbeitszahlen
Viele große Hersteller haben diesen Ansatz inzwischen übernommen – ursprünglich inspiriert durch das HHS-System.
Enorme Einsparungen durch Hybridheizung mit HHS
Einsparung fossiler Brennstoffe
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- 70–85 % weniger Gas oder Öl
Einsparung der Energiekosten
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- 30–50 % geringere Heizkosten in Euro
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- trotz zusätzlichem Strombedarf der Wärmepumpe
Mit steigender CO₂-Bepreisung (ab 2027 / 2030) wächst der finanzielle Vorteil weiter.
Praxisbeispiel: Mehrfamilienhaus mit Hybridheizung
Ausgangssituation:
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- 29 Wohneinheiten
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- ca. 280.000 kWh Gasverbrauch
Nach Umrüstung mit HHS:
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- nur noch 60.000–65.000 kWh Gas
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- ≈ 70 % fossile Einsparung
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- 42,5 % geringere Energiekosten
Eine Hybridheizung, die sich real amortisiert – auch im Bestand.
Für welche Gebäude eignet sich eine HHS-Hybridheizung?
Kurz gesagt: fast für alle
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- Einfamilienhäuser ab ca. 120 m²
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- Altbauten mit Heizkörpern
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- Mehrfamilienhäuser (6–30+ Einheiten)
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- Etagenheizungen (in Entwicklung & Feldtest)
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- Großanlagen bis >2 MW Leistung
Der Schlüssel: Wärmepumpe läuft dort, wo sie effizient ist
Fossile Heizung deckt nur Spitzenlasten
Alte Heizkörper? Kein Problem für Hybrid-Wärmepumpen
Ein häufiger Mythos: „Ohne Fußbodenheizung keine Wärmepumpe.“
Mit HHS gilt:
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- alte Heizkörper bleiben erhalten
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- keine Pflicht zu Dämmung oder Fenstertausch
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- hohe Vorlauftemperaturen werden bei Bedarf fossil erzeugt
Die Wärmepumpe arbeitet nur im effizienten Temperaturbereich – das macht das System altbautauglich.
Was passiert, wenn die alte Heizung ausfällt?
Auch hier bietet HHS maximale Flexibilität:
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- Austausch gegen neuen Gas-/Ölkessel
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- Ergänzung durch zweite Wärmepumpe
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- kleiner Pufferspeicher + Heizstab als Backup
Das System bleibt zukunftssicher und anpassbar.
Hybridheizung vs. reine Wärmepumpe – wann macht was Sinn?
Eine reine Wärmepumpe ist sinnvoll, wenn:
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- Gebäude gut gedämmt
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- geringe Heizlast
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- niedrige Vorlauftemperaturen
Eine Hybridheizung (HHS) ist ideal, wenn:
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- hohe Heizlasten
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- große Gebäude
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- hohe Warmwasseranforderungen
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- Wirtschaftlichkeit im Fokus steht
Gerade bei Mehrfamilienhäusern kann eine reine Wärmepumpe schnell unwirtschaftlich werden.
Zukunft der Heiztechnik: Hybrid + Wärmepumpe + Wasserstoff
Peter Brecklinghaus ist überzeugt:
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- Wärmepumpen sind unverzichtbar
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- reine Lösungen reichen oft nicht aus
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- Hybridtechnik ist der Schlüssel
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- langfristig wird Wasserstoff fossile Energien ersetzen
Zielbild:
CO₂-neutrale Gebäude durch intelligente Hybridheizungen
Beratung & nächste Schritte
Das HHS-System ist bei Evergreen Energiesysteme verfügbar.
Wenn du wissen willst:
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- Passt eine Hybridheizung zu meinem Gebäude?
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- Lohnt sich HHS wirtschaftlich?
-
- Hybrid-Wärmepumpe oder doch rein elektrisch?
Beratungstermin sichern und individuell prüfen lassen: https://evergreen-energiesysteme.de/kontakt/





