Photovoltaik in Bayern auf Rekordkurs: Stromerzeugung 2024 erreicht neuen Höchstwert

Die Energiewende in Bayern nimmt weiter Fahrt auf – vor allem dank der Photovoltaik. Im Jahr 2024 wurde mit 17.389 GWh so viel Solarstrom erzeugt wie nie zuvor. Trotz des vollständigen Wegfalls der Kernenergie blieb die gesamte Stromerzeugung mit 60.055 GWh nahezu stabil. Das zeigt: Der Ausbau der erneuerbaren Energien trägt die Energiewende.

Bayern produziert drei Viertel seines Stroms erneuerbar

Erneuerbare Energien stellen mittlerweile das Rückgrat der bayerischen Stromversorgung dar. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung stieg 2024 auf beachtliche 75,5 % – ein neuer Rekordwert. Besonders erfreulich: Obwohl die Sonnenscheindauer im Vergleich zum Vorjahr rückläufig war, konnte die Solarenergie um 7,8 % zulegen. Möglich wurde das durch den kontinuierlichen Zubau von Photovoltaikanlagen im Freistaat.

Die anderen Erneuerbaren tragen ebenfalls substanziell zur Stromversorgung bei. Wasserkraftwerke lieferten mit 13.218 GWh so viel Strom wie zuletzt 2013 – ein Plus von 14,1 %, bedingt durch günstige Niederschlagsmengen. Die Biomasse legte um 6,3 % zu, während die Windkraft wetterbedingt einen Rückgang von 14,1 % hinnehmen musste.

Erdgas ersetzt Kernkraft – CO₂-Ausstoß sinkt

Mit dem Atomausstieg fiel 2024 die Kernenergie als Stromquelle weg – sie lieferte im Jahr zuvor noch 3.024 GWh. Dies konnte durch den Zuwachs erneuerbarer Energiequellen nahezu vollständig kompensiert werden. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil konventioneller Energieträger um 17,9 % auf 14.728 GWh.

Auffällig ist dabei der Wandel innerhalb der fossilen Stromerzeugung: Der Einsatz von Erdgas stieg um 9,4 % auf 11.897 GWh, während Strom aus Steinkohle (-43,7 %) und Heizöl (-13,4 %) deutlich zurückging. Damit stammt mittlerweile über 80 % des konventionellen Stroms in Bayern aus Erdgas, das als vergleichsweise emissionsarm gilt. Diese Entwicklung führt laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik zu einem Rückgang der CO₂-Emissionen in der Stromerzeugung.

Ausblick: 2025 mit leichten Einbußen

Für das Jahr 2025 zeichnen sich erste Veränderungen ab. In den ersten drei Quartalen wurde mit 40.747 GWh etwas weniger Strom eingespeist als im Vorjahreszeitraum (-1,4 %). Besonders stark rückläufig sind Windkraft (-17,7 %) und Wasserkraft (-20,2 %). Dennoch setzt sich das Wachstum der Photovoltaik ungebremst fort: +12,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zu beachten ist: Diese Zahlen beziehen sich auf die Netzeinspeisung. Nicht enthalten ist der selbst erzeugte und vor Ort verbrauchte Strom, insbesondere aus privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen. Das bedeutet: Die tatsächliche Stromproduktion aus Solarenergie dürfte noch höher liegen, als es die offiziellen Zahlen zeigen.


Fazit: Sonnenstrom als tragende Säule der bayerischen Energiewende

Die aktuellen Zahlen bestätigen: Photovoltaik ist der Wachstumsmotor der Stromerzeugung in Bayern. Der kontinuierliche Ausbau macht das Bundesland unabhängiger von fossilen und atomaren Energieträgern – und senkt gleichzeitig den CO₂-Ausstoß. Wer heute in eine PV-Anlage investiert, trägt aktiv zur Versorgungssicherheit, Klimaschutz und langfristigen Preisstabilität bei.

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

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