Vom Startbahn‑Plan zur Energiewende: Warum Greven jetzt ein Schlüsselstandort für Photovoltaik ist

Der kleine, aber regionale bedeutende Flughafen FMO nahe Greven macht einen mutigen Schritt in die Zukunft: Statt auf Flug‑Expansion wird jetzt auf Sonne und Nachhaltigkeit gesetzt. Auf dem Gelände, das jahrzehntelang für eine Verlängerung der Start- und Landebahn vorgesehen war, soll nun die größte Agri‑Photovoltaik‑Anlage Nordrhein-Westfalens entstehen — ein Projekt, das auch für Greven und das Münsterland große Bedeutung hat. Siehe hierzu auch…

Der Wandel im Detail

  • Im Oktober 2025 übergab der NRW‑Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer den offiziellen Aufhebungsbescheid für das alte Planfeststellungsverfahren der Bahnverlängerung an FMO‑Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz. Damit ist die rechtliche Hürde gefallen — die früher geplante Landebahn wird nicht gebaut.
  • Statt Beton­pisten entstehen auf rund 70 Hektar Solarfelder mit geplanter Gesamtleistung von 33 Megawatt (MW). Damit wird eine der größten Freiflächen‑PV-Anlagen in NRW realisiert.
  • Der Flächenzuschlag erfolgte im Sommer 2025 im neuen Regionalplan Münsterland: Die ehemals vorgesehene Startbahn wurde offiziell gestrichen — das Areal darf nun als Solaranlage genutzt werden.

Damit sendet der FMO ein deutliches Signal: weg von Flug‑Expansion hin zu nachhaltiger Energie — und das mitten im Münsterland, mit direktem Einfluss auf die Region Greven.


Agri‑Photovoltaik: Doppelte Nutzung — Energie & Landwirtschaft

Der Begriff Agri-Photovoltaik (Agri-PV) steht für Photovoltaik-Anlagen, die bewusst so geplant sind, dass unter oder zwischen den Solarmodulen weiterhin Landwirtschaft möglich bleibt. So kann Boden doppelt genutzt werden — für Energie und landwirtschaftliche Produktion.

Solche Systeme sind typischerweise hoch aufgeständert, damit Nutzpflanzen, Tiere oder Maschinen Platz unter den Modulen haben. Siehe Wikipedia

Für das FMO-Projekt heißt das: Die 70 Hektar grosse Fläche könnte — je nach Ausführung — nicht nur Strom liefern, sondern zugleich auch als landwirtschaftlich nutzbare Fläche erhalten bleiben. Damit entsteht eine Win-win-Situation: Energieerzeugung und Agrarwirtschaft in einem Projekt.


Bedeutung für „Photovoltaik Greven“ und das Münsterland

Warum sollte das Thema „Photovoltaik Greven“ — also PV in und um Greven — mit diesem Projekt verknüpft werden?

  • Leuchtturm‑Projekt mit Vorbildwirkung: Dass am regionalen Flughafen solch eine große Agri-PV-Anlage entsteht, setzt ein starkes Zeichen: Photovoltaik ist nicht nur für Dächer gedacht — auch große Freiflächen in ländlichen Regionen sind ideal. Das spricht gerade Gemeinden wie Greven und Umgebung an.
  • Signal zur Energiewende vor Ort: Statt weiterer Flächenversiegelung durch Beton oder Asphalt entsteht eine naturnahe Lösung, die Umwelt, Landwirtschaft und Energie verbindet — ideal für das Landschaftsbild und die Landwirtschaft im Münsterland.
  • Möglichkeit der regionalen Energieversorgung: Mit 33 MW Leistung kann ein erheblicher Teil des Strombedarfs des Flughafens — möglicherweise auch angrenzender Gewerbegebiete oder Betriebe — gedeckt werden. Das senkt CO₂‑Emissionen und reduziert Abhängigkeit von externem Strom.
  • Öffentliche Aufmerksamkeit & Akzeptanzförderung: Ein prominentes Projekt wie dieses erhöht die Sichtbarkeit von Agri‑PV in der Region — auch weitere Privateigentümer, Landwirte, Kommunen oder Unternehmen könnten durch dieses Beispiel motiviert werden, selbst auf Solarenergie umzusteigen.

Für eine Landingpage mit Fokus „Photovoltaik Greven“ ist dieser Bezug ideal: Es zeigt greifbar, wie PV-Projekte direkt vor Ort realisiert werden — nicht abstrakt irgendwo in NRW.


Chancen und Kontroversen: Perspektiven für Umwelt, Landwirtschaft & Region

Wie bei vielen großen Projekten gibt es auch kritische Stimmen. So hat die AfD‑Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag das FMO‑Agri-PV‑Projekt als mögliche „Umweltsünde“ bezeichnet. Es gäbe Bedenken hinsichtlich Bodenqualität, Artenvielfalt und der Frage, ob landwirtschaftliche Flächen primär als Energiequelle genutzt werden sollten.

Diese Kritik blendet aber häufig die Vorteile aus:

  • Agri‑PV kann Bodenversiegelung vermeiden — im Gegenteil: Durch angepasste Bewirtschaftung unter den Solarmodulen kann Biodiversität erhalten und Flächennutzung optimiert werden.
  • Der Umstieg auf erneuerbare Energie in Flughäfen, Industrie oder Gewerbe ist ein wichtiges Signal im Sinne der regionalen Klimaziele — gerade in ländlichen Regionen wie dem Münsterland.
  • Die geplante Kombination aus Energieerzeugung und Landwirtschaft schafft neue wirtschaftliche Perspektiven: Landwirte könnten von Solarpachteinnahmen profitieren, während gleichzeitig nachhaltige Energie erzeugt wird.

Solche Projekte brauchen Transparenz, Beteiligung der lokalen Bevölkerung und gute Planung — nur dann kann der Balanceakt zwischen Landwirtschaft, Energie und Naturschutz gelingen.


Warum „Photovoltaik Greven“ jetzt wichtiger ist denn je

Das Projekt am FMO macht deutlich: Greven und Umgebung können mehr sein als Transitstandort — sie können Vorreiter für klimafreundliche Energie und nachhaltige Landnutzung sein.

Für Betreiber, Landwirte, Kommunen oder Investoren öffnet sich eine neue Perspektive: Freiflächen — ehemals für Infrastruktur geplant — können umgewidmet werden zu Sonnenparks. Und gerade in einer Region mit viel Landwirtschaft wie dem Münsterland zeigt Agri‑PV, wie Landwirtschaft und Energiewende Hand in Hand gehen können.

Eine Landingpage oder Ratgeberseite mit dem Thema „Photovoltaik Greven“ kann somit deutlich profitieren: mit dem Beispiel FMO als anschauliches, aktuelles Leuchtturmprojekt, das nahe, real und greifbar ist.


Ausblick

Das FMO-Projekt soll bis 2028 realisiert werden. Ob und wie die landwirtschaftliche Nutzung unter den PV-Anlagen dauerhaft funktioniert — das bleibt abzuwarten. Doch das Interesse und die Diskussion zeigen: Das Modell hat Potenzial.

Für Greven könnte dies den Anfang einer neuen Ära darstellen — hin zu mehr nachhaltiger Energie, neuen Optionen für Landwirtschaft und Gewerbe und einem positiven Signal für die Region.

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

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