Trotz Absatzkrise: Wärmepumpen beflügeln Heizungsmarkt im Herbst 2025

Die Heizungsbranche in Deutschland steckt weiterhin in der Krise – und dennoch gibt es ein bemerkenswertes Wachstumssignal: Wärmepumpen erleben einen regelrechten Boom. Während der Gesamtabsatz von Heizungen laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) im Jahresverlauf 2025 um satte 14 Prozent zurückgeht, verzeichnen Wärmepumpen einen Zuwachs von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein deutliches Zeichen, dass der Wandel im Wärmesektor begonnen hat – auch wenn er langsamer voranschreitet, als es politische Ziele einst formulierten.

Ein Markt im Ungleichgewicht

Bis Ende Oktober 2025 wurden rund 529.000 Heizungen in Deutschland verkauft – das sind fast 90.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit steuert die Branche auf eines der schwächsten Jahre der vergangenen Dekade zu. Für das Gesamtjahr rechnet der BDH mit insgesamt 616.000 verkauften Heizsystemen, ebenfalls ein Minus von 14 Prozent.

Als Hauptgrund für die Zurückhaltung nennt der Verband die anhaltende Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die kontroverse Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (§ 71 GEG) und die damit verbundenen Vorschriften haben das Vertrauen tief erschüttert. Hinzu kommt, dass viele Kommunen mit der Wärmeplanung überfordert sind – unrealistische Erwartungen auf Seiten der Bevölkerung stehen einem oft schleppenden Ausbau der zentralen Infrastruktur gegenüber.

Wärmepumpen als Hoffnungsträger

Ein ganz anderes Bild zeigt sich jedoch bei den Wärmepumpen: Rund 255.000 Anlagen wurden bis Oktober 2025 verkauft – ein deutlicher Sprung nach vorn, der vor allem durch steigendes Umweltbewusstsein, attraktive Förderprogramme und den Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit befeuert wird.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der BDH rund 284.000 abgesetzte Wärmepumpen – ein Wachstum von 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit rücken Technologien wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Sole-Wärmepumpe oder auch Hybridlösungen zunehmend ins Zentrum der klimafreundlichen Wärmeversorgung.

Trotz dieses positiven Trends bleibt ein Wermutstropfen: Die Zielmarke der ehemaligen Bundesregierung – 500.000 Wärmepumpen jährlich ab 2024 – wurde erneut klar verfehlt. Nach zwei Jahren steht ein Defizit von über 50 Prozent in der Bilanz.

Biomasseheizungen mit zaghafter Erholung

Neben Wärmepumpen zeigt auch der Markt für Biomasseheizungen leichte Erholungstendenzen. Mit rund 25.500 verkauften Anlagen bis Oktober 2025 verzeichnet dieses Segment ein Plus von 25 Prozent – allerdings auf niedrigem Niveau.

Pellet- und Scheitholzheizungen profitieren aktuell von stabileren Brennstoffpreisen und der Diskussion um nachhaltige, regionale Energiequellen, bleiben aber für viele Haushalte aufgrund hoher Investitionskosten weniger attraktiv.

Planungssicherheit statt politischer Kakophonie

Der BDH mahnt angesichts der aktuellen Entwicklungen zu mehr Verlässlichkeit und Klarheit seitens der Bundesregierung. Förderprogramme, CO₂-Bepreisung, Strompreise und steuerliche Entlastungen müssten konsistent und planbar gestaltet werden. Nur so könne die Branche wieder Vertrauen aufbauen und gleichzeitig einen relevanten Beitrag zu den Klimaschutzzielen im Gebäudesektor leisten.

Der Wunsch der Branche ist klar: weniger politisches Hin und Her, dafür ein entschlossenes, technologieoffenes Handeln. Denn nur mit langfristig stabilen Rahmenbedingungen kann der Aufwärtstrend bei klimafreundlichen Heizsystemen wie Wärmepumpen weiter verstärkt werden.

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