Mannheim setzt Maßstäbe: Photovoltaik auf dem historischen Kraftwagenhof geht ans Netz

Mannheim treibt die Energiewende auf kommunaler Ebene weiter konsequent voran – und das mit einem spannenden Projekt, das Tradition und Zukunft innovativ vereint. Auf dem Dach des denkmalgeschützten Kraftwagenhofs im Stadtteil Käfertal ist jetzt die zweitgrößte städtische Photovoltaikanlage Mannheims in Betrieb gegangen. Die neue PV-Anlage, errichtet mit Unterstützung der Smart City Mannheim GmbH, markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Stadtverwaltung.

Historischer Standort, moderner Klimaschutz

Der Kraftwagenhof, ein beeindruckendes Backsteinensemble aus den 1920er-Jahren, ist heute nicht nur ein bedeutendes Zeugnis industrieller Architektur, sondern dient auch als zentrale Werkstatt des Stadtraumservice Mannheim. Hier werden Müllfahrzeuge, Streufahrzeuge, Kehrmaschinen und viele weitere städtische Fahrzeuge gewartet und instandgesetzt – ein Ort voller Betriebsamkeit, der nun auch zum Zentrum nachhaltiger Energiegewinnung geworden ist.

Mit einer Modulfläche von rund 1.100 Quadratmetern und einer installierten Leistung von 245 Kilowattpeak (kWp) erzeugt die Anlage künftig jährlich etwa 250.000 Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 80 Vier-Personen-Haushalten und spart eine erhebliche Menge CO₂ ein – ein klarer Beitrag zur lokalen Klimaschutzstrategie.

Denkmalschutz und Klimaziele im Einklang

„Die Photovoltaik-Anlage auf dem Kraftwagenhof ist ein starkes Symbol für die Verbindung von Denkmalschutz und Klimaschutz“, so Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell. Ihre Aussage unterstreicht: Die energetische Nutzung von Dachflächen muss nicht im Widerspruch zum Erhalt historischer Gebäude stehen. Im Gegenteil – Mannheim zeigt mit diesem Projekt, dass eine behutsame Integration von Solartechnik auch unter sensiblen Rahmenbedingungen möglich ist.

Mannheimer PV-Offensive zeigt Wirkung

Die neue Anlage ist Teil der umfassenden PV-Offensive der Stadt Mannheim, deren Ziel es ist, sämtliche geeigneten Dach- und Freiflächen im städtischen Besitz systematisch für die Solarstromproduktion zu erschließen. Im Fokus steht dabei, den kompletten Strombedarf der Stadtverwaltung, inklusive Schulen und städtischer Betriebe, bilanziell aus erneuerbaren Energien zu decken.

Insgesamt wurden bislang 48 Photovoltaikanlagen auf Mannheimer Stadtflächen installiert – mit einer kumulierten Leistung von rund 3.474 kWp. Damit lassen sich jährlich etwa 1.841 Tonnen CO₂ vermeiden und über 1.150 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Die Finanzierung erfolgt größtenteils aus dem städtischen Klimafonds, wodurch die Kommune aktiv und nachhaltig in ihre energetische Zukunft investiert.

Weitere Projekte bereits in Planung

Mit dem Kraftwagenhof ist die Reise noch längst nicht zu Ende. Schon in Kürze soll eine neue Freiflächen-Photovoltaikanlage ans Netz gehen. Auch auf dem Dach des Kombibads Herzogenried wird in naher Zukunft eine PV-Anlage installiert – weitere Schritte auf dem Weg zur smarten und klimafreundlichen Stadt.

Mannheim bestätigt damit eindrucksvoll seinen Status als Vorreiter im kommunalen Klimaschutz. Die Kombination aus intelligentem Flächenmanagement, gezielter Förderung und technologischer Innovation macht die Stadt zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie urbane Energiewende im 21. Jahrhundert gelingen kann.

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Presse-kontakt: Klaus-Martin Meyer

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